19 Juni 2013

[Rezension] Elisabeth Herrmann - Das Dorf der Mörder


Titel: Das Dorf der Mörder
Autor: Elisabeth Herrmann
Verlag: Goldmann
Seiten: 576
Preis: 19,99€
ISBN: 978-3442313259

Bewertung: 5 Schildkröten

Weiteres: Lesungsbericht





Klapptext


Ein perfider Mord
im Berliner Tierpark.
Ein verlassenes Dorf
in Brandenburg.
Und eine junge Ermittlerin,
die in eine mörderische
Falle tappt.

An einem warmen Frühlingtag im Mai ereignet sich ein unfassbarer Mord im Berliner Tierpark. Als Sanela Beara, eine junge Streifenpolizistin, am Schauplatz eintrifft, herrscht Aufruhr. Nur wenige Tage später wird der Öffentlichkeit die geständige Mörderin Charlie Rubin präsentiert, doch Beara hat Zweifel. Auch der Psychologe Jeremy Saaler, der an einem Gutachten über Charlies Zurechnungsfähigkeit arbeitet, will nich an ihre Schuld glauben. Beide hegen den Verdacht, dass der Mord mit Charlies Kindheit in einem kleinen Dorf in Bradenburg verknüpft ist. Eine düstere Fährte führt sie nach Wendisch Bruch - ins Visier eines Gegners, der die Totenruhe im Dorf um jeden Preis bewahren will.

Mein erster Eindruck


Den Klapptext fand ich sehr ansprechend. Besonders interessant fand ich den zum Buch gehörenden Trailer in dem die Autorin uns eine der Hauptcharaktere und die Geschichte des Buches näher brachte. Im Zusammenspiel mit dem Cover war da die erste Neugier geweckt. Der Tote im Tierpark scheint auf den ersten Blick ja in überhaupt keiner Verbindung zum Titel des Buches zu stehen und so wartet man durchaus sehr gespannt, bis sich Verbindungen auftuen.

Zur Autorin


Elisabeth Herrmann arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalsitin beim RBB. Fast alle ihre Bücher werden und wurden verfilmt. Den Durchbruch erlebte sie mit dem Buch "Das Kindermädchen". Durch die Lesung und den sehr tollen Trailer zum Buch entstand ein sehr positiver Eindruck von ihr.

Charaktere und Handlungsstränge


Ganz direkt auf den Inhalt eingehen möchte ich nicht weiter, als bereits im Klapptext erzählt wird, aber wichtig vorzustellen wären unter anderem Sanela Beara und Jeremy Saaler. Sanela, da musste ich als erstes an diese Magarine zum Backen denken: Sanella. Ich glaube du Beginn des Buches, habe ich den Namen im Kopf auf völlig falsch ausgesprochen. Interessant ist an ihr erstmal dass die Autorin überhaupt nicht vorgehabt hatte sie groß in die Geschichte zu verwickeln. Im Expose gab es ihren Charakter noch überhaupt nicht, bevor Sanela dann ein Eigenleben entwickelte und sich auf eigene Faust durchs Buch schlug. Sie ist "bloß" Streifenpolizistin und wird an einigen Stellen deswegen auch nicht ernst genommen.
Auf der anderen Seite haben wir Jeremy Saaler, der Assistent des Psychologen Dr. Dr. Brock. Doch während Charlotte Rubin mit dem Professor überhaupt nicht reden möchte, scheint der unerfahrene Jeremy einen Draht zu ihr Aufbauen zu können. Auch er beginnt kurz darauf gegen Anweisungen alleine zu ermitteln.
Sanela und Jermey kommen über zwei völlig unterschiedliche Wege zum gleichen Schluss und landen daraufhin in dem kleinen Dorf in Brandenburg. Es sind zwei völlig parallel laufende Handlungsstränge, die sich erst ganz am Ende im Finale des Buches kreuzen.

Meine Meinung


Je tiefer man in die Geschichte eintauschte, desto grausamer und unvorstellbarer wurde die ganze Geschichte.Wenn man den Titel des Buches hört, asoziert man damit nicht direkt den Anfang dieses Buches. Ein Leichenfund im Tierpark scheint so völlig zusammenhangslos. Man liest also zunächst weiter um zu erfahren, wie das Ganze mit einem Dorf zusammenhängt.

Alleine das erste Kapitel/ der Prolog ist etwas völlig anderes. Es ist aus der Sicht eines Hundes geschrieben und beschreibt Ereignisse die sich vor 20 Jahren ereigneten, bevor die Geschichte in die Gegenwart springt. Der Leser erfährt dabei nicht sehr viel, aber die Hunde und das Geheule tauchen im gesamten Buch immer wieder auf. Man weiß einfach automatisch: Wenn von den Hunden die Rede ist, wird von etwas ganz furchtbarem gesprochen. Letztlich geben auch erst die Hunde ganz zum Schluss des Buches den Schlüssel für die Lösung.

Die Verstrickungen der etwas ungewöhnlichen Charaktere, jene die in anderen Krimis eher eine Nebenrolle bekommen hätten und deren völlig unabhängig voneinander laufenden Handlungsstränge machen das Buch sehr spannend.

Der Öffentlichkeit wird direkt zu Anfang der Geschichte eine Mörderin serviert: Charlotte Rubin. Ob es sich bei dieser Frau allerdings wirklich um die Mörderin handelt wird erst auf den letzten Seiten sehr ausführlich verraten. Ich habe es in anderen Büchern erlebt, wo es am Ende dann rasend schnell geht und die Lösung einfach offen dargelegt wird. Das ist hier anders. Auch wenn es Handlunsgtechnisch sehr schnell vorangeht, hat man nicht den Eindruck damit überrollt zu werden. Ich fand es letztlich sehr stimmig.

Abschließende Bewertung


Sehr außergewöhnliche Charaktere und eine sehr traurig, grausame Geschichte machen das Buch wirklich zu etwas einzigartigem. So grausam es an einigen Stellen auch ist, schafft es die Autorin einen trotzdem zum Lachen zu bringen. Für dieses tolle Buch gibt es daher 5 Schildkröten.


Kommentare:

  1. Das Buch steht auch auf meiner Wunschliste, bisher hab ich nur gutes darüber gelesen.
    Schöne Rezi, hoffentlich komm ich bald dazu das Buch zu lesen. :-)

    Liebe Grüße

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    1. Na dann hoffe ich, dass du sehr schnell Zeit dafür findest.
      Es ist ein tolles Buch.

      Liebe Grüße.

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  2. Schöne Rezension wie immer :)

    "Erebos" habe ich auch schon gelesen. Ein supergeniales Buch!! ^^
    Bei Godspeed ist der erste Band "Die Reise beginnt", dann kommt "Die Suche" und "Die Ankunft" erscheint Ende des Jahres ;)

    LG, Fina

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    1. Danke Fina.
      Dann schaue ich mal, ob ich Godspeed vielleicht die Tage mal wieder in die Finger bekomme... ;)

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