04 Oktober 2013

[Rezension] Eduardo Garrigues - Die Herrin der Savanne

Titel:
Autor:
Verlag:
Seiten:
Preis:
ISBN:

Die Herrin der Savanne
Eduardo Garrigues
Aufbau-Verlag
510
12,99€
978-3-7466-2968-1


Klapptext


Das Leuchten von Afrika
Jayta Humphreys, eine junge Amerikanerin, stürzt sich in ein Abenteuer, das ihr Leben verändern wird: 1907 folgt sie ihrem deutschen Mann Hansheinrich von Wolf nach Namibia, wo sich die beiden einen Traum verwirklichen - die Aufzucht reinrassiger Pferde. Sieben Jahre verbringt das Paar in Afrika, bis der erste Weltkrieg ihrem Abenteuer ein End setzt. Sieben Jahre, in denen Jayta an ihre Grenzen stößt - und zugleich in die geheimnisvolle Welt einer faszinierenden Kultur eintaucht.

Zum Autor und zum Buch


Für mich war das Buch letztlich eine sehr ungewöhnliche Mischung aus Historischem Roman und Tatsachenbericht. Jayta Humphrey vermachte nach ihrem Tod ihre Memoiren einem Verleger. Im Nachwort des Buches wird aus dessen Sicht erzählt. welche Schwierigkeiten es gab, diese zu veröffentlichen. Wie sie bereits zu beginn ihrer Schilderungen selbst sagte, ist an einigen Stellen das Wunschdenken von der Realität nicht mehr zu trennen, bzw auch nicht erkennbar. Es gab zum Beispiel keinerlei Indizien dass Frau von Wolf Sigmund Freud wirklich getroffen hat, auf der anderen Seite scheint diese Begegnung allerdings auch nicht unmöglich. Das war dahin gehend problematisch, dass ein Autor in einer Autobiographie verpflichtet ist die Wahrheit zu erzählen (so wie er sie in Erinnerung hat).
Eduardo Garrigues, Autor, ehemals Spanischer Botschafter in Namibia und Botswana machte es sich mit seinen recherchen für dieses Buch zur Aufgabe so nah an der Wahrheit zu bleiben wie nur möglich, rekonstruierte aber auch persönliche Erlebnisse auf der Grundlage wahrer historischer Begebenheiten.

Meine Meinung


Auch wenn ich in letzter Zeit sehr viele Bücher aus der Ich-Perspektive gelesen habe, die mir auch durchaus gefallen haben, bin ich ja eigentlich eine absolute Er-Sie-Perspektive-Befürworterin. An dieser Stelle lässt sich aber sofort ganz klar festhalten: Mir hat die Ich-Perspektive in diesem Buch ebenfalls ganz gut gefallen. Die Perspektive an diesem Buch ist aber wohl auch der Knackpunkt am ganzen Buch, der mich zum ringen brachte.
Der Beschreibungen aus der Sicht von Jayta Humphrey/ von Wolf waren zu gleich unbeschreiblich schön, auf der anderen Seite waren sie mir aber auch etwas zu viel. Gerade bei der Einführung neuer Personen in die Geschichte erfuhr der Lese sehr genau dessen Werdegang und persönliche Geschichte, die hin zur Geschichte von Jayta führten. In vielen Büchern ist es ja so, dass die Charaktere die Vorgeschichte ihrer Gegenüber noch gar nicht kennen (zu dem Zeitpunkt wo sie sich das erste mal kennen lernen) oder sie erst im Laufe der Geschichte erfahren. 
Im Fall von "Die Herrin der Savanne" war dies gänzlich anders. Das Buch wurde schließlich auf einer wahren Begebenheit geschrieben und vieles, was die Figur zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, wurde vorweg genommen, da es ja Rückblickend erzählt wurde. Das ganze fand ich dahingehend auf Dauer etwas schwierig, da man so viele Informationen auf einmal bekam, die einen aber zwischenzeitlich immer wieder von der Hauptgeschichte wegführten. Das ganze möchte ich allerdings auch nicht bewerten, sondern einfach so stehen lassen. 

Fazit

Es war absolut spannend und interessant das Leben von Jayta von Wolf auf diese Weise zu verfolgen. Ich halte das Buch für alle historisch Interessierten absolut Lesenswert!

Mein Herzlicher Dank geht an den Aufbau-Verlag für das tolle Leseexemplar!

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