05 Juni 2014

Gelesen im Mai 2014

Alles ganz aufregend hier in Frankfurt und trotzdem habe ich es auf der Buchhändlerschule natürlich auch zum Lesen geschafft. Das ist hier allerdings erstaunlicherweise unglaublich schwierig, weil man hier einfach auf so viele tolle Menschen trifft mit denen man sich den gesamten Tag über sein Lieblingsthema - dem Buch - austauschen kann. Und der Tag auch hier in der Luftblase, die sich Campus nennt, hat leider nur 24 Stunden. Viel, viel zu wenig!
Bereits für den letzten Monatsrückblick hatte ich mir ein textlastiges Konzept überlegt, dass ich dann aufgrund von Zeitmangel vor meiner Abreise nicht umsetzen konnte. Daher gibt es jetzt diesen Monat erstmals einen sehr ausführlichen Monatsrückblick mit kurzen Kommentaren zu jedem Buch das ich gelesen habe. Da ich im Augenblick auch echt wenig zum Rezensionen schreiben komme, könnte dieser Monatsrückblick den Rezensionsteil für den Mai auch ein wenig ersetzen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was ihr zu dieser Idee sagt.



Was ich gelesen habe

Mit einem einzigen Klick auf den Titel gelangt ihr ganz schnell zum jeweiligen Kommentar und müsst somit auch überhaupt nicht alles lesen!


Nina George - Das Lavendelzimmer | 384 Seiten | 3/5
Carina Bartsch - Kirschroter Sommer / Türkisgrüner Winter | 976 Seiten | 5/5
Courtney Cole - If you stay | 320 Seiten | 2/5
David Safir - 28 Tage | 416 Seiten | 5/5
David Levithan - Letztlich sind wir dem Universum egal | 400 Seiten | 4/5
Jennifer L. Armentrout - Obsidian - Schattendunkel | 400 Seiten | 5/5
Becca Fitzpatrick - Engel der Nacht | 416 Seiten | 4/5
Samantha Younge - Jamaica Lane | 400 Seiten | 3/5
Steve Niles - 28 Days later: The Aftermath | Seiten | 3/5



Nina George ♣ Das Lavendelzimmer ♣ 384 Seiten ♣ 8,99 € ♣
Auf einem Hausboot in Paris an der Seine verkauft Jean Perdu seine Bücher. Er hat für jeden das passende und verbietet sogar seinen Kunden ein Buch mitzunehmen, wenn er es für dessen Gemütszustand unpassend hält. Doch so sehr Perdu auch in seinem Beruf, besser seiner Berufung aufgeht, sosehr ist er auch ein gebrochener Mann. Vor vielen Jahren von einer Frau verlassen widmet er sich bloß noch seinen Büchern, bis es dann doch noch dazu kommt, dass er ihren Brief liest. Nach all den vielen Jahren... Das Lavendelzimmer überzeugt mit einem sehr tollen Einstieg und einer super tragischen Geschichte zum Mitfühlen. Als Jean Perdu sich dann allerdings auf seine Reise durch Frankreich macht, erinnerte mich das Buch sehr stark an "Der Hundertjährige der..." und machte das zu Beginn so toll aufgebaute Feeling irgendwie ein wenig kaputt. Ich bin aber überzeugt, das Fans von Pilgerreise-Geschichten mit diesem Buch große Freude haben dürften. Mich konnte es leider nicht völlig übezeugen, darf aber definitiv auch nicht in die falsche Ecke gestellt werden. 


Carina Bartsch ♣ Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter ♣ 976 Seiten ♣ je 9,99 € ♣
Bereits während ihrer Schulzeit schwärmten sie füreinander und bändelten mit
14/15 miteinander an. Doch das große Los sollte es für Emely und Elyas nicht werden. Denn durch ein blödes Missverständnis finden sie dann doch gar nicht erst zueinander. Jetzt Jahre später treffen sie ungeplant und ungewollter Weise wieder unmittelbar aufeinander. Und es knistert, ganz egal wie sehr Emely das zu leugnen versucht. Aber kann das dieses Mal wirklich funktionieren? Zwei Nächte habe ich mir mit Teil 1 und Teil 2 um die Ohren geschlagen. Irgendwie sehr kitschig und ein ewiges hin- und her zwischen den beiden Protagoniten, dabei aber so unglaublich real und nah am Leben lässt uns die Autorin an der zaberhaften Geschichte von Emely und Elyas teilhaben. Sehr gefühlvoll und flüssig zu lesen. Kann es nur weiterempfehlen . Sorgt aber auf jeden Fall dafür dass ihr den zweiten Teil direkt parat liegen habt, ansonsten stürmt ihr Stunden nach Beendigung von Teil 1 mit Sicherheit den Buchhändler eures vertrauens. 

Courtney Cole ♣ If you stay 320 Seiten ♣ je 8,99 € ♣
Auf einigen Blogs bereits entdeckt und auch bei uns im Laden ganz frisch als Stapeltitel, reizte mich die Geschichte um (Ich habe tatsächlich bereits ihre Namen vergessen) doch irgendwie. Wie man meinem Gedächtnis allerdings bereits anmerken kann, war das Buch nichts nachhaltiges für mich. Wie gut kann ein Buch sein, wenn man so schnell Namen der Personen und den Inhalt verdrängt? Die sehr Oberflächlichen und sehr Klischeehaften Charaktere konnten jedenfalls keinen Weg in die Unweiten meines Bücherherzes finden. In diesem Genre gibt es bei weitem interessantere Dinge zu lesen! 



David Safir ♣ 28 Tage lang ♣ 416 Seiten ♣ je 16,95 € ♣
Zu David Safir konnte ich bisher noch keinen Zugang finden, obwohl mein Vater mir mehrfach weismachen wollte "Mieses Karma" sei besser als "Die Känguru-Chroniken" Konnte ich mir bisher jedenfalls nicht vorstellen. Umso überraschter war ich davon dass sich Safir mit einem so ernsten Thema auseinander gesetzt hat. Und als Geschichtsinteressierte Persönlichkeit sprach mich "28 Tage lang" doch sehr an. An all die hochwohlgeborenen Literaten dort draußen: Das Buch ist in identischer Form auch als Jugendbuch erschienen und man kann demnach auch kein Hochliteratisches Meisterstück erwarten, wie es einige wohl doch tun. Safirs Sprache ist recht einfach gehalten und die Geschichte aus der Sicht eines Kindes, Mira. Trotzdem schaffte es das Buch mich tief zu rühren und mit Mira mitzufiebern. Zwei Tage war ich unendlich gefesselt, musste es aber zwischendurch auch einfach zuklappen und beiseite legen, weil es mir so sehr die Kehle zuschnürte.   Ganz eindeutig: Mein Buch des Monats 


David Levithan ♣ Letztlich sind wir dem Universum egal ♣ 400 Seiten ♣ je 14,99 € ♣
Mit diesem Buch hatte ich dann doch so meine Qualen. Die Geschichte von A, einem Menschen, einer Gestalt - ja man weiß eigentlich gar nicht wer er oder sie ist - ist außergewöhnlich. Seit der Geburt wacht A jeden Tag im Köper eines anderen Menschens aus. Durchlebt dabei alle Altersstufen in täglich wechselnden Umfeldern und Situationen, lernt aber bis heute nichts darüber. Ist A einzig? Gibt es da noch andere? Kann man es steuern? All diese Fragen kann A nicht beantworten. A kann keine tiefen Beziehungen aufbauen und durchlebt eine reine Oberflächlichkeit. Dann passiert das niemals gewollte: A verliebt sich... Ich glaube wenn man mich auf ser Hälfte des Buches gefragt hätte, hätte ich ohne zu Zögern behauptet, dass dieses Werk mein Buch des Monats wird. Eine Faszinierende Geschichte, bei der wir mit jedem Kapitel in eine neue Rolle mit A schlüpfen durften. Dabei gelang es dem Autor aber all diese Umfelder und Situationen zu etwas besonderem zu machen, auch wenn man wusste: In ein paar Seiten steckt man bereits wieder woanders! Ein Manko musste das Buch dann aber doch haben. Undzwar das sagen umwobenden Ende. Wie oft hat ein Ende ein Buch schon zerstört? Bei mir war der Fall aus allen Wolken sogar noch so viel tiefer, weil ich noch gar nicht wusste, dass es eine Fortsetzung geben wird. Die muss ich dann aber auf jeden Fall lesen!

Jennifer L. Armentrout ♣ Obsidian - Schattendunkel ♣ 400 Seiten ♣ je 18,90 € ♣
Ich kannte nur den Klapptext und wurde vom sagenhaft schön gestalteten Cover angezogen. Bis mir jemand sagte: Viele Vergleichen das Buch mit Twilight! - Wum - Aus war es mit den Wattewolken. Arg wie habe ich mich darüber geärgert! Der Einstieg in das Buch ist mir daher unglaublich schwer gefallen, weil ich beim Lesen im Kopf immer wieder anfing vergleiche zu ziehen. Böse! Okay, worum gehts eigentlich? Die Buchbloggerin Katy zieht mit ihrer Mutter um und freundet sich dann auf Dränger ihrer Mutter mit den Nachbarskindern an. Während Katy mir dauerhaft nicht in die tiefen des Herzens wächst, schlägt meines für Dee. Ganz ausgeflippt und drollig ist Dee sehr schnell mein Lieblingscharakter. Dees Bruder Daemon und Katy spielen eine Art Katz- und Maus-Spiel das man wohl als nicht so ganz realistisch bezeichnen könnte, mich aber ganz stark an Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter erinnerte! Hat mir also durchaus gefallen. Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch eindeutig als richtig kitschig zu bezeichnen ist und mir mehr humoristische Unterhaltung bot, als das es mein Herz erwärmen konnte. Ein echt gutes Buch für ganz besondere Momente.

Becca Fitzpatrick ♣ Engel der Nacht ♣ 416 Seiten ♣ je 9,99 € ♣
Kann man das Buch in den Bereich "Romantasy" einordnen? Ich denke schon! Und bisher habe ich
darum immer einen sehr endlosen Bogen geschlagen. Warum lese ich also dieses Buch, wo allein schon das Cover nicht gerade das hochliteratischste verspricht? Es war eine ganz persönliche Leseempfehlung von Sunshine, der ich immer nur noch mal sagen kann wie Dankbar ich ihr bin, dass sie Nora, Patch und mich zusammengebracht hat. Vampiere Werwölfe, Gestaltenwandler, Magier, Hexen und Olympische Götter - all das gibts hier nicht, hier gibt es Engel. Mit richtigen Flügeln. Wer jetzt ganz laut Kitsch schreit, mag was das Cover betrifft wohl recht haben, kann aber damit gar nicht beschreiben, was das Buch alles zu bieten hat. Wer sich also mal auf etwas ganz anderes ausprobieren möchte ist hier gut bedient. Teil Zwei hat bereits den Weg auf meinen SuB gefunden!

Samantha Younge ♣ Jamaica Lane ♣ 400 Seiten ♣ je 9,99 € ♣
Wirklich geplant hatte ich es nicht. Aber denn eigentlich klangen die Titel von Teil eins und Teil zwei für mich viel, viel interessanter. Nachdem sich das Buch dann bereits in meinem Besitz befand und ich feststellte: Das Buch spielt ja sogar in Dublin, war ich doch irgedwie begeistert. Die beiden Hauptcharaktere hat man schnell in sein Herz geschlossen. Traurige Vorgeschichten bauen eine echt sehr melancholische Rahmenhandlung auf. Die Charaktere aus den beiden vorhergehenden Büchern Dublin Street und London Road treten wohl offensichtlich in diesem Buch in Erscheinung, haben aber für die Handlungsstränge in diesem Werk keine große relevanz. Ich konnte das Buch also ohne Probleme lesen ohne die beiden anderen Bücher gelesen zu haben, was ein eindeutige Pluspunkt war.
Was mir allerdings so überhaupt nicht gefällt ist das Cover, den das hat mit dem Aussehen der Charaktere so ziemlich überhaupt nichts zu tun und ist damit ein absoluter Fehlgriff!


Steve Niles ♣ 28 Days after: The Aftermath ♣
28 Days later war mein erstes Graphic Novel. Bei uns in der Bibliothek entdeckt, hat es mich aus einem mir unbekannten Grund irgendwie angesprochen. Eine Kollegin meinte das Buch würde auf einem mir unbekannten Film basieren. Interessant. War aber für das Buch nicht so relevant, da man es auch ohne Film-Kenntnisse ohne weiteres lesen konnte. Da ich bisher keine anderen Graphic Novels gelesen habe, kann ich die Qualität des Buches echt schlecht beurteilen. Die Bebilderung war okay, hätte aber mit Sicherheit besser sein können und die Story war mir insgesamt doch etwas zu schnell. Vielleicht muss das aber auch so sein. Ob ich noch mal ein Graphic Novel lese steht erst mal in den Sternen, aber ausschließen möchte ich es unter gar keinen Umständen.

Und sonst?


Frankfurt ist eine tolle Stadt. Berufsschule Anfang Sommer gefällt mir hier auf jeden Fall sehr gut. Genaueres dazu könnt ihr aber gerne auch noch mal im entsprechenden Beitrag dazu nachlesen!
#Mein Leben mit dem Buch 5

Ich würde mich sehr über Feedback zu diesem Beitrag freuen. Hat euch das so gefallen? Habt ihr da noch ein paar Verbesserungsvorschläge? Oder war die Idee vielleicht auch vollkommener Mist?

Alles Liebe
Chrissi

Kommentare:

  1. Der Beitrag war toll& Obsidian fand ich auch gut;-)

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  2. Schön, mal wieder was von dir hier zu lesen :) Mir gefällt dir Art wirklich gut, da du ja nicht so viel zum Rezensieren gekommen bist, ist es eine schöne Alternative. Wenn du wieder häufiger rezensierst, kannst du es auch wieder kürzer fassen.
    Die beiden Bücher von Carina Bartsch waren für mich auch wirklich herrlich zu lesen!

    Liebe Grüße, Katja :)

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  3. Hi Chrissi,
    ich finde diese Idee wirklich gut! Es ist auf jeden Fall eine würdige Alternative. Ich persönlich lese ja sowieso lieber kurze prägnante Rezis, weil ich von Natur aus faul bin ^^.

    Btw: Ist ja wohl klar, dass Frankfurt total toll ist, schließlich liegt das in Hessen ^^

    LG
    Anja

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    1. Liebe Anja,
      Ich hab es ganz oft, dass wenn die Rezensionen zu lang sind und dort viel über den Inhalt geschrieben wird, dass es mir den Spaß am Lesen nimmt, weil ich das ja wirklich sehr gerne selber entdecken möchte. Daher bin ich kürzeren Rezis auch nicht immer so abgeneigt!!

      LG

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