24 Juli 2015

[Rezension] Paula Hawkins - Girl on the Train

Quelle: blanvalet

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...

♣ Paula Hawkins ♣ Girl on the Train
♣ 
blanvalet ♣ 448 Seiten ♣  12,99 €

Rachel verfolgt immer wieder den gleichen Tagesrhythmus und denkt sich Geschichten zu den Bewohnern der Häuser aus, an denen ihr Zug morgens entlang driftet. Geschichten von Prinz und Prinzessin, mit denen sie ihr eigenes elendiges Leben kompensieren möchte. Das ganze hilft ein kleines bisschen um sich einzurden alles wäre ok so. Doch eines Morgens beobachtet sie die Prinzessin auf der Terrasse ihres Hauses mit einem anderen Mann. Schockiert bricht Rachels Weltbild zusammen und sie wird schlagartig an die Realität zurück erinnert. Erinnert an ihr eigenes Schicksal...

 Meine Meinung

Es gibt einige Dinge an Girl on the Train, die das Buch für mich von der Masse abheben und die Geschichte zu etwas besonderem gemacht haben. Anfangen würde ich aber vielleicht am liebsten damit, dass ich das Buch nicht als Thriller bezeichnen würde. Auch haben wir keine absolut eindeutigen Elemente eines Krimis und so würde ich auch eindeutig sagen, dass es sich bei Girl on the Train um einen sehr spannenden Roman handelt. So wie es eben auch auf dem Cover des Buches deklariert wird. Ganz unabhängig davon, dass es in der Presse als "Thriller des Jahres" beworben wird. Ich kann dem nicht wirklich zustimmen.

Trotzdem war das Buch ein großer Page-Turner für mich. Spannend! Seite für Seite! Protagonistin Rachel ist ein sehr vielseitiger Charakter, den man weder mögen noch hassen muss. Irgendwie bleibt man als Leser immer noch auf einer sehr distanzierten beobachtenden Seite. Obgleich ich zwischendurch Mitleid mit ihr hatte, hat mir gerade die Beobachter-Position sehr gut gefallen.
Rachel ist auch wirklich kein Charakter den man mit vollem Enthusiasmus in sein Herz schließt. Sie ist dem Alkoholismus verfallen und ihr Leben ist nach der Scheidung völlig aus den Fugen geraten. Und obwohl sie vor ein paar Monaten ihren Job verloren hat, pendelt sie noch immer jeden Morgen nach London und wieder zurück, um den Schein für ihre Mitmenschen aufrecht zu erhalten.
Ihre Geschichte ist an einigen Stellen wirklich tragisch und eine Verkettung trauriger Ereignisse. Man kann aber im Endeffekt niemandem die vollkommene Schuld für alles geben.

Die Beleuchtung aller Ereignisse aus mehreren Perspektiven, durch die sich die Geschichte erst zusammen puzzelte, fand ich sehr gut gelungen. Neben Megan, der vermissten Frau, die Rachel über Monate beobachtet hat, rückt auch die neue Frau von Rachels Ex-Mann Anna in den Fokus. Denn Anna und Tom wohnen ein paar Häuser neben Megan. Rachels alter Wohngegend. Und während Rachel zwischen Fantasien, Erinnerungen und der Realität im Alkoholsuff hin und her taumelt, läuft der Täter noch frei herum. Eine sehr komplexe Geschichte, bei der man erst am Ende die Erleuchtung findet.

 Fazit
 Mir hat Girl on the Train von der ersten bis zur letzten Seite gefallen. Bereits im ersten Drittel hatte ich eine Vermutung bezüglich des Täters, der sich letztlich bewahrheitete. Trotzdem war es auf keiner Seite langweilig und ich wartete darauf herauszufinden, wie man den Täter überführt. Wirklich sehr lesenswert.



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